Sebastian Denzin Sebastian Denzin

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Google AdWords im Onlinehandel als Umsatzbooster nutzen

Die Suchmaschine Google ist einer der wichtigsten Traffic-Lieferanten im Onlinemarketing-Mix von Onlineshops. So weisen beispielsweise Nutzer, die über transaktionale Suchphrasen auf den Onlineshop kommen, oftmals eine höhere Kaufwahrscheinlichkeit auf. Damit dieser Satz jedoch auch für alle Leser Sinn macht, erklären wir in diesem Beitrag, welche Arten von Suchanfragen es gibt. Im Anschluss daran geben wir fünf heiße Tipps, wie sich mit Google AdWords zusätzliche Umsätze für Onlinehändler gewinnen lassen. Auf geht´s!

Die Suchtypen und Rentabilität

Zunächst sollten wir uns die drei unterschiedlichen Suchtypen in Suchmaschinen anschauen und prüfen, welcher den höchsten ROI (Return on Investment) für den eigenen Shop bietet.

Navigationale Suchanfragen

Eine solche Suchanfrage setzt eine gewisse Vorqualifikation voraus. Der Nutzer hat sich bereits zu einem Produkttyp informiert und sucht nun nach alternativen Anbietern oder Herstellern. Die Suchphrase könnte beispielsweise „testsieger espressomaschine” lauten. Der Nutzer erwartet eine Bewertung verschiedener Maschinen unter Betrachtung technischer und produktspezifischer Faktoren.

Informative Suchanfragen

Wer eine solche Suchanfrage stellt, ist noch relativ weit vom Kauf entfernt. Häufig suchen Nutzer in diesem Fall mit langen Phrasen nach einer Lösung für ein Problem. So könnte in diesem Zusammenhang eine Anfrage wie folgt lauten: „geschenkideen 50er Geburtstag mann”. Der Nutzer hat eine entfernte Kaufintention, sucht jedoch nach Inspiration für mögliche Produkte, die sich zum Verschenken eignen.

Transaktionale Suchanfragen

Nutzer mit transaktionalen Suchanfragen haben ein konkretes Kaufinteresse und wissen genau, welches Produkt sie erwerben wollen. Eine beispielhafte Suchphrase wäre: “Canon 5d Mark III Set kaufen”. Die Wahrscheinlichkeit eines Verkaufes ist bei diesem Suchtyp hoch. Entsprechend entwickeln sich die Klickpreise für eine solche Suchanfrage, aber dazu später mehr.

Aus ROI-Sicht macht es für Onlineshop-Betreiber Sinn, sich vor allem auf transaktionale Suchbegriffe einzubuchen und Nutzer über die Suche oder auch Google Shopping anzusprechen. Machen Sie sich also Gedanken zu Ihren Kunden und überlegen Sie sich, wie Kunden Sie finden sollen. Es macht aus SEO-Sicht sogar Sinn, für informative Suchtypen zu erscheinen und beim Nutzer schon sehr früh im Kaufprozess in Erscheinung zu treten.

JTL Blog Gastbeitrag Google AdWords 1

5 Tipps für mehr Umsatz mit Google AdWords

Nachdem wir Ihnen nun das notwendige Wissen zu Suchanfragen-Typen gegeben haben, sollten Sie Ihren bestehenden AdWords Account überarbeiten.

Tipp 1: Conversion Tracking

Implementieren Sie das Conversion Tracking auf der Bestellbestätigungsseite Ihres Onlineshops. Sinnvollerweise sollte der Netto-Warenkorb übergeben werden. Dann können Sie die Kampagnen nicht nur über die Information “Verkauf” oder “Kein Verkauf” optimieren, sondern auch die betriebswirtschaftliche Größe des Umsatzes mit einbeziehen. Das erlaubt eine Gegenüberstellung von Kosten und Umsatz und somit eine Optimierung nach Kosten-Umsatz-Relation. Hier können Sie für sich selber bestimmen, wie viel Prozent der Marge Sie in das Wachstum reinvestieren wollen.

Tipp 2: Google Shopping nutzen

Google Shopping ist in den meisten Fällen ein sehr leistungsstarker Kanal. Aus dem JTL-Shop wird ein Produktdaten-Feed erstellt, der in das Google Merchant Center läuft. Die Verknüpfung des Merchant Centers mit AdWords ermöglicht im nächsten Schritt die Schaltung der Shopping-Anzeigen. Die Optimierung der Kampagne empfiehlt sich auf Produktebene. Die Produkte mit einem guten Verhältnis von Kosten und Umsatz sollten durch einen höheren Klickpreis mehr Reichweite bekommen und damit häufiger verkauft werden.

Tipp 3: Gebotsanpassungen

Der festgelegte Klickpreis und der Qualitätsfaktor legen die Ranking-Position fest. Doch die Performance der Anzeige unterscheidet sich stark in Abhängigkeit von genutztem Endgerät (Desktop, Mobil oder Tablet), Standorten der Nutzer und Tageszeiten, zu denen die Anzeigen ausgespielt werden. Aktive Gebotsanpassungen sorgen dafür, dass sie prominent für die Zielgruppe erscheinen, die eine hohe Conversionrate und ein gutes Kosten-Umsatz-Verhältnis aufweisen. Unrentable Konstellationen können Sie entsprechend in der CPC-Steuerung nach unten korrigieren.

JTL Blog Gastbeitrag Google AdWords 2

Tipp 4: Remarketing & Zielgruppen

Nutzer, die bereits Ihren Webshop besucht haben und/oder Kaufabbrecher sind eine zusätzliche, interessante Zielgruppe. Remarketing-Listen lassen sich in Google Analytics hinterlegen und aktiv in Google AdWords bespielen.

Ein Beispiel: Ein Nutzer kommt über Ihre Facebook Ads-Kampagne auf Ihren Shop und schaut sich in der Kategorie “Kochtöpfe” um. Es kommt zum Abbruch und am nächsten Tag sucht der Nutzer nach “Kochtopf kaufen” bei Google. Hier wäre es interessant, diesen Nutzer erneut abzuholen, wenn sein historisches Nutzerverhalten positiv gegenüber dem Shop eingestellt ist. Eine aktive Gebotsanpassung sorgt hier für eine höhere Ranking-Position.

Tipp 5: Dran bleiben

Es ist wohl der einfachste, aber auch der wichtigste Tipp. Bleiben Sie am Ball. AdWords ist leider kein Selbstläufer. Ständige Optimierung der Anzeigentexte, Auswertungen der Suchberichte und CPC-Anpassungen bedeuten Arbeit. Doch mit der richtigen Herangehensweise wird aus einem AdWords Account ein wichtiger Bestandteil Ihrer Onlinemarketing-Strategie.

Fazit Google AdWords mit JTL-Shop4

AdWords ist in Verbindung mit Ihrem JTL-Shop ein mächtiges Tool für die Neukundengewinnung. Jedoch ist es wichtig, auch dieses Tool nur als Teil einer ganzheitlichen Onlinemarketing-Strategie zu sehen. Ebenso sinnvoll kann es sein, Bing Ads in Betracht zu ziehen, da die Klickpreise dort im Schnitt günstiger sind. Diversifizieren Sie die Kanäle über die Sie Ihre Zielgruppe ansprechen und vermeiden Sie damit die Abhängigkeit von einzelnen Plattformen.