Claus

Marketing-Redakteur und Teil der Blog-Redaktion

Amazon Prime-Artikel mit JTL-Wawi versenden

Die einen schätzen verlässliche und schnelle Lieferungen, die anderen profitieren von höheren Abverkaufszahlen. Amazon Prime steht sowohl bei Kunden als auch bei Händlern hoch im Kurs. Um am Prime-Programm teilnehmen zu dürfen, mussten Onlinehändler bislang ihre Artikel bei Amazon einlagern und auch von Amazon versenden lassen (FBA). Das wird nun nicht mehr nötig sein.

Mit Amazon Seller Fulfilled Prime wird es ausgesuchten Händlern jetzt möglich, Prime-Artikel aus ihren eigenen Lägern selbständig zu versenden. Und das Beste: Der neue Amazon Prime-Service wird ab JTL-Wawi Version 1.0.9.0 direkt aus unserer Warenwirtschaft zu nutzen sein. Mit JTL-Shipping und der angebundenen Amazon-Schnittstelle können dann auch Prime-Versandetiketten unmittelbar ausgegeben werden.

Grundsätzliche Vorteile des Amazon Prime-Programms

Das Prime-Logo von Amazon hat sich bei Verbrauchern längst als Qualitätssiegel für einen schnellen, unkomplizierten und für die teilnehmenden Prime-Kunden auch kostenlosen Versand etabliert. Viele Amazon Prime-Händler können bestätigen, dass sich Prime-Artikel deutlich besser verkaufen als Standardartikel. Untersuchungen aus den USA belegen, dass registrierte Prime-Kunden über 70% mehr Umsatz generieren, als Kunden, die auf das Premium-Programm verzichten.

Prime-Händler profitieren von der besseren Sichtbarkeit ihrer Artikel und von einer höheren Kundenzufriedenheit. Positive Bewertungen aufgrund des garantiert schnellen Versandes sorgen in aller Regel für weitere Rankingverbesserungen. Im Gegenzug stellt Amazon aber auch hohe Anforderungen an die Händler in Bezug auf deren Versandperformance und Kundenbewertungen. Nur Händler, die hier Spitzenwerte erreichen, können die Prime-Vorteile für sich nutzen.

Die Erweiterung „Amazon Seller Fulfilled Prime“ erlaubt Händlern nun den eigenen Versand

Wer bereits als Prime-Händler bei Amazon qualifiziert ist, kann sich – wie von Amazon angekündigt – ab Montag, dem 01.02.2016, für die Nutzung der Amazon-API freischalten lassen. Damit erhält er die Möglichkeit, die Versendung von Prime-Artikeln auch aus dem eigenen Lager vorzunehmen.

Für alle Händler, die über ausreichend Kapazitäten im eigenen Lager verfügen und für die das Labeln und Versenden ans zuständige FBA-Lager eher mit Nachteilen verbunden ist, besteht mit Seller Fulfilled Prime nun eine interessante Alternative oder Ergänzung.

Auch für das eigene Marketing ergeben sich Vorteile: Der fehlende wichtige und direkte Kundenkontakt beim bisherigen Amazon Prime kann nun überwunden werden: Den Kunden erreicht nun kein üblicher Amazon-Karton mit fragwürdigen Gutscheinen oder Flyern anderer Anbieter. Vielmehr kann die eigene Marke in den Vordergrund gerückt und das Kundenerlebnis beim Auspacken der Sendung gezielt kontrolliert werden. Auch für die Abwicklung und Reduzierung von Retouren können in diesem Zusammenhang positive Anreize gesetzt werden, die deutliche Kosteneinsparungen nach sich ziehen können.

Mit JTL-Wawi die Anbindung von Amazon Prime direkt umsetzen

Dank JTL-Shipping wird in der kommenden JTL-Wawi Version 1.0.9.0 eine direkte Anbindung zu den Diensten von Amazon Prime möglich sein. „Uns ist es wichtig, die Möglichkeiten, die Amazon den Händlern nun anbietet, auch unmittelbar mit unserer JTL-Wawi nutzen zu können. Wir wissen, dass die Nachfrage unter unseren Kunden groß ist. Zudem schaffen wir mit den wachsenden Funktionalitäten bei JTL-Shipping interessante Anreize für JTL-Wawi-Neulinge“, freut sich Maik Schwefer, Entwicklungsleiter für JTL-Wawi am Standort Hürth.

Das Look & Feel beim Einrichten von Amazon Prime in JTL-Wawi 1.0.9.0

Nachdem ihr von Amazon für die neuen Services und Dienste freigeschaltet wurdet, geht die Einrichtung in JTL-Wawi sehr zügig. In der Versandart findet ihr die neue Auswahlmöglichkeit „Amazon Prime“, die ihr über eine Checkbox aktivieren könnt.

In der Versandart kann nun Amazon Prime ausgewählt und konfiguriert werden.

Der nebenliegende Button „Konfigurieren“ führt euch in das entsprechende Konfigurationsmenü für die Erstellung der Amazon Prime-Versandetiketten.

Amazon stellt euch eine Reihe von Versanddienstleistern zur Verfügung, die nach und nach erweitert werden.

Nachdem ihr hier eure gewünschten Angaben gesetzt habt, müsst ihr anschließend für die Ermittlung eines verfügbaren Versenders einen Amazon-Beispielauftrag heraussuchen und unter anderem die AmazonOrderID und Auftrags-Artikelnummer einfügen.

Für die Einrichtung der Prime-Dienste ist die Eingabe verschiedener Amazon Bestelldaten erforderlich.

Aus den ermittelten Versanddienstleistern mit ihren jeweiligen Versandmöglichkeiten könnt ihr nun eure bevorzugte Express-Variante auswählen. Das Versandetikett kommt direkt über die Amazon-Schnittstelle und wird – wie ihr es bereits durch die Nutzung von JTL-Shipping gewohnt seid – automatisch ausgegeben.

Wir wünschen euch schon jetzt viel Erfolg mit den neuen Möglichkeiten rund um Amazon Prime!