Der eigene Onlineshop (2) – Quick-Start Acadamy von JTL
Manuel Maelzner Manuel

Training Manager bei JTL

Quick-Start Academy: Der eigene Onlineshop

Wer einen Onlineshop eröffnet, kann auch verkaufen, wenn das eigene Ladenlokal geschlossen ist. Deshalb möchtet ihr jetzt eine zweite Karriere als Onlinehändler starten? Dann habt ihr hoffentlich nicht den zweiten Tag unserer Quick-Start-Academy verpasst, der sich ganz dem Bau eines attraktiven, konkurrenzfähigen Onlineshops gewidmet hat. Falls doch, haben wir für euch die wichtigsten Inhalte noch einmal zusammengefasst und alle Webinare des Tages als Videomitschnitt bereitgestellt.


Webinar:

Chancen und Risiken des eigenen Onlineshops

Ein eigener Onlineshop eröffnet euch als Einzelhändler viele neue Möglichkeiten: Ihr erreicht einen größeren Kundenkreis und mit dem zusätzlichen Standbein seid ihr gegen temporäre Umsatzeinbußen im Ladengeschäft besser gewappnet.

Doch wie immer gilt: Wo sich Chancen bieten, lauern auch Risiken.

Den gesunden Mittelweg finden

Bevor ihr euch für einen eigenen Onlineshop entscheidet, solltet ihr planvoll abwägen, wie viele Risiken ihr dafür bereit seid, einzugehen. Dabei solltet ihr verschiedene Faktoren berücksichtigen. Eine entscheidende Frage ist etwa, ob ihr die Ressourcen habt, den Onlineshop weiterhin zu betreiben, wenn euer Ladenlokal in der Post-Corona-Zeit wieder öffnet.

Um euch eine Orientierung an die Hand zu geben, haben wir die wichtigsten Chancen und Risiken eines eigenen Shops einmal direkt gegenübergestellt:

Technische Sicht

  Chance   Risiko
Mehr Reichweite und nachhaltige Verkaufsgrundlage durch zweiten Kanal Ungewissheit, ob sich der zeitliche und finanzielle Aufwand lohnt
Technik (PC/Laptop) für Onlineshop ist meist schon vorhanden Ist „nach der Krise“ noch die nötige Zeit da, um Onlineshop zu pflegen?
Neue Möglichkeiten der Produktpräsentation Pflegeaufwand (Produktbeschreibung, Bilder u.v.m.)

Warenwirtschaftliche Sicht

  Chance   Risiko
Mit bestehenden und neuen Produkten können mehr Zielgruppen erreicht werden Produkte sind nicht für den Onlineverkauf geeignet (z.B. weil sie intensive Beratung erfordern)
Kundenbedürfnisse können gezielter bedient werden (Kunden können sich z.B. im Vorfeld über Produkt informieren) Kundengruppe möchte Produkt nicht im Internet kaufen (z.B. weil haptischer Eindruck fehlt)
Lieferantenbeziehungen werden durch höhere Abnahme gefestigt bzw. ausgebaut Lieferzuverlässigkeit kann durch höheren Bedarf abnehmen   höhere Ausfallmöglichkeit

Marketing-Sicht

  Chance   Risiko
Image des Unternehmens festigen oder sogar neu ausrichten Bestehende Wahrnehmung verändert sich zum Negativen
Kundenzugänge durch größere Zielgruppe (nicht mehr nur lokale Kunden) Kundenabgänge durch fehlende Akzeptanz von Onlineverkauf bei Stammkunden

Natürlich spielen bei der Chancen-Risiko-Bewertung auch eure Finanz-, Personal- und Lagersituation eine maßgebliche Rolle. Diesen sehr individuellen und von eurem konkreten Business abhängigen Faktoren solltet ihr besondere Aufmerksamkeit widmen und ggf. einen erfahrenen Berater hinzuziehen.

Ihr seid noch unsicher, ob ihr vor eurem Start in das Abenteuer Onlinehandel alle Chancen und Risiken sorgfältig bedacht habt? Dann schaut euch den Videomitschnitt unseres Webinars an, in dem alle genannten Aspekte noch einmal vorgestellt werden:


Webinar:

Was macht einen guten Onlineshop aus?

Der Onlineshop ist euer digitales Schaufenster. Entsprechend einladend und aufgeräumt muss er gestaltet sein, damit Kunden gerne bei euch kaufen. Beachtet, dass die Verweilbereitschaft im Internet eher gering ist: Besucher, die sich nicht auf Anhieb in eurem Shop zurechtfinden, wandern mit einem Klick schnell auf andere Webseiten ab. Für die „Wohlfühlatmosphäre“ in eurem Shop sorgt ein schlichtes, aber ansprechendes Design. Das kluge Zusammenspiel vieler weiterer Eigenschaften führt dazu, dass euer Shop nicht nur zum Stöbern, sondern auch zum Kaufen animiert.

Voraussetzungen für einen gelungenen Start

Die Zutaten, die das Erfolgsrezept eines guten Onlineshops ausmachen, solltet ihr von Anfang an berücksichtigen. Welche das sind? Das verraten wir euch hier:

  • Design & Usability: Gestaltet euren Shop modern und übersichtlich. Ziel muss immer sein, dass der Kunde schnell und einfach das Produkt findet, das er gerade sucht. Vorrausetzungen für eine angenehme Bedienbarkeit sind kurze Ladezeiten, gute Lesbarkeit, übersichtliche Strukturen u.v.m.
  • Responsive Design & Mobil-Commerce: Zu einem modernen Onlineshop gehört, dass er auch auf mobilen Endgeräten optimal dargestellt wird. Eine mobiloptimierte Benutzerführung gewährleistet ein Shoppingerlebnis auch für Kunden, die auf dem Smartphone oder Tablet in eurem Shop einkaufen.
  • Sortiment: Anders als im Ladenlokal kann der Kunde im Onlineshop die Produkte nicht anfassen und prüfen. Stattdessen trifft er seine Kaufentscheidung auf Grundlage der Bilder und Beschreibungen. Eine professionelle Präsentation eures Sortiment ist daher das A und O.
  • SSL: Nutzt das Netzwerkprotoll SSL bzw. TLS, um eine verschlüsselte Verbindung zwischen Kunden und Onlineshop herzustellen. Ein SSL-Zertifikat gewährleistet die sichere Kommunikation sensibler Informationen (z.B. Kreditkartendaten) und macht das Einkaufen in eurem Shop vertrauenswürdig.
  • Zahlung & Versand: Berücksichtigt die unterschiedlichen Vorlieben eurer Kunden und bietet ihnen mehrere Versand- & Zahlungsmöglichkeiten an. Mit zeitgemäßen Zahlungsarten wie PayPal oder Versandoptionen wie Packstationslieferungen erweitert ihr euren Kundenkreis erheblich.
  • Performance: Egal welche Maßnahme ihr zur Optimierung eures Onlineshops vornehmt: Behaltet dabei stets die Ladegeschwindigkeit eurer Seiten im Auge. Denn lange Ladezeiten nerven Kunden beim Stöbern und führen schnell zum Abbruch des Kaufprozesses.
  • SEO & SEA: Macht euren Shop im Internet sichtbar: Nutzt SEO (Search Engine Optimization), damit eure Produkte in den Ergebnissen der Suchmaschinen weit oben gelistet werden. Durch kluge Werbemaßnahmen wie SEA (Search Engine Advertising) erhöht ihr eure Online-Reichweite zusätzlich und lotst eure Zielgruppe direkt in den Shop.
  • Cross-Selling: Lenkt die Aufmerksamkeit eurer Kunden auf weitere Produkte, die für sie interessant sein könnten. Durch gut sichtbare Verweise auf Zubehör und verwandte Artikel weckt ihr zusätzlichen Bedarf und könnt so Zusatzverkäufe generieren.
  • Retoure: Beim Besuch eures Shops sollte direkt deutlich werden, dass ihr unkomplizierte Retoure-Möglichkeiten anbietet. Auf diese Weise schafft ihr bei euren Kunden Vertrauen und signalisiert ihnen, dass sie ohne Risiko einkaufen können.
  • Service & Social Media: Sorgt dafür, dass eure Kunden leicht und über mehrere Wege direkt mit euch in Kontakt treten können. Gebt ihnen die Möglichkeit, vor dem Kauf Fragen zum Produkt zu stellen und sich innerhalb eurer Social-Media-Community auszutauschen.

FAQ

Die Preise variieren sehr stark von Anbieter zu Anbieter und sind abhängig von den gewünschten Funktionen und Zusatzdienstleistungen. Durch Eigenleistungen könnt ihr Kosten senken, beispielsweise wenn ihr Kategoriebilder selbst zuliefert. Die Kosten hängen außerdem davon ab, ob ein bestehendes Template als Grundlage verwendet oder ein komplett neues Template entwickelt wird.

Im Rahmen unserer Quick-Start-Aktion bieten unsere Servicepartner besondere Rabatte auch für die Programmierung eines individuellen Shop-Templates an.

Nutzt in diesem Fall die CFE (Community Free Edition), die inklusive Hosting für 14,99 Euro (zzgl. USt.) pro Monat verfügbar ist. Damit habt ihr zugleich alle Möglichkeiten, euren Produktbestand stetig zu erweitern, denn im Rahmen dieses Tarifs könnt ihr bis zu 500 Artikel nutzen. Beachtet dabei bitte, dass jedes Variationskombinationskind als separater Artikel gerechnet wird.

Unser aktuelles Quick-Start-Paket beinhaltet für 3 Monate die kostenlose Nutzung von JTL-Shop inklusive Hosting.

In jedem Fall solltet ihr in Deutschland Vorkasse / Überweisung und PayPal anbieten. Außerdem gewinnt die Kreditkarte zunehmend an Bedeutung. Durch die Umsetzung elektronischer Zahlungsarten wie Apple Pay und Google Pay haben immer mehr Nutzer mindestens eine Kreditkarte – zumindest als Debit-Version. Daher ist sie mittlerweile ein wichtiges Zahlungsmittel.

Grundsätzlich sollten die Bezahlmethoden für Kunden keine Hürde darstellen und reibungslos funktionieren. Daher bietet sich bspw. Amazon Pay an. Auch immer wieder unter den Top 3 der Zahlungsarten in Deutschland: Kauf auf Rechnung. Achtet hier aber bitte auf euer Ausfallrisiko und nutzt Zahlungsdienstleister, die dieses übernehmen.

Die Auswahl an SEO-Tools ist riesig. Als kostenpflichtige Variante empfehlen wir euch das SEO-Modul von Sistrix zusammen mit dem Onpage-Optimierungs-Tool von Ryte. Eine mögliche Alternative zu Sistrix ist Xovi. Doch es gibt auch kostenlose Tools, die sich für kleine Seiten ebenfalls eigenen. Dazu zählen der SEO-Check mit Seobility und der Ryte FREE Account. Diese Programme haben zwar einen eingeschränkten Funktionsumfang, geben aber durchaus wertvolle Hinweise auf Optimierungspotenziale eures Onlineshops.

Mit den Lösungen unserer Partner könnt ihr u.a. den Messaging-Dienst WhatsApp in euren JTL-Shop einbinden:

Ihr möchtet mehr darüber erfahren, wie ihr einen optisch ansprechenden, benutzerfreundlichen Onlineshop aufsetzt und welche Fehler es zu vermeiden gilt? In unserem Webinarmitschnitt erwarten euch viele konkrete Tipps:


Webinar:

Wie unterstützt eine Warenwirtschaft den Erfolg eures Onlineshops?

Onlinehandel ist ein höchst dynamischer Prozess. Immer findet ein Austausch von Informationen statt: Händler präsentieren Angebote, Kunden übermitteln Bestellungen. Es sind diese Datenflüsse, die euer Onlinebusiness erfolgreich in Bewegung halten.

Das Gerüst eures Onlineshops steht. Nun fragt ihr euch, wie ihr die vielen komplexen Informationen am besten steuert? Unsere Empfehlung: Stellt eurem Shop eine starke Warenwirtschaft an die Seite. Sie verschafft euch nicht nur die nötige Übersicht über alle Prozesse, sondern verschlankt sie auch erheblich.

JTL-Shop und JTL-Wawi arbeiten Hand in Hand

Unser hauseigener Onlineshop JTL-Shop und unsere Warenwirtschaft JTL-Wawi sind dabei perfekt aufeinander abgestimmt. Beide Systeme funktionieren im Tagesgeschäft als Einheit, indem sie einen reibungslosen Kreislauf der Daten ermöglichen. Wie dieser Kreislauf genau funktioniert und welche Rolle JTL-Wawi und JTL-Shop darin einnehmen, möchten wir euch hier veranschaulichen.

JTL-Wawi sendet Artikeldaten

In der Warenwirtschaft legt ihr alle Informationen an, die für eure Produkte wichtig sind. Neben Namen, Artikelnummer, EAN und Hersteller gehören dazu Preise, Bilder, Lagerbestand u.v.m. Diese Artikelstammdaten aus JTL-Wawi werden an JTL-Shop übermittelt, wo sie für euere Kunden sichtbar gemacht werden. Führt das Angebot zum Verkauf, startet die zweite Stufe des Datenkreislaufs.

Kreislauf JTL-Wawi und JTL-Shop

JTL-Shop sendet Kundendaten

Durch den Verkauf eines Artikels im Shop werden diverse Daten generiert, etwa Kunden-, Bestell-, Zahlungs- und Versandinformationen. Sie sind im Kundenkonto angelegt, können aber, je nach Produkt, auch auftragsbezogen sein (z.B. bei individuellem Bedrucken eines T-Shirts). Die Daten des Kaufs gehen als Auftrag in JTL-Wawi ein. Hier wird die Bestellung verarbeitet und mit dem Versand abgeschlossen.

FAQ

Diese Möglichkeit existiert in Form unseres RDP (Remote Desktop) Hostings: Hierbei spielt es keine Rolle, wo sich die eure Arbeitsplätze befinden. Die einzige Voraussetzung ist ein Internetzugang. So könnt ihr an jedem Ort, mit jedem Rechner oder Tablet und jedem Betriebssystem mit JTL-Wawi arbeiten. In unserem Quick-Start-Paket sind 3 Monate kostenloses RDP-Hosting enhalten.

Dies war ein kurzer Abriss des Zusammenspiels von JTL-Wawi und JTL-Shop. Wenn ihr einen tieferen Einblick gewinnen möchtet, dann schaut euch die Aufzeichnung des Webinars an:


Webinar:

Start mit JTL-Shop: Die ersten Schritte

Nachdem wir euch mit eher theoretischen (wenngleich wichtigen) Grundlagen eines Onlineshops vertraut gemacht haben, geht es nun in den beiden verbleibenden Webinaren „ans Eingemachte“. Ihr habt euer Shopsystem installiert und möchtet jetzt schnell mit der technischen Konfiguration und der Präsentation eurer Verkaufsangebote loslegen? Auf geht’s!

Gemeinsamer Blick hinter die Kulissen des Shops

Wir zeigen euch direkt im Back-End von JTL-Shop, welche Funktionen ihr von Anfang an kennen solltet und welche Einstellungen zum Start eures Onlineshops wirklich wichtig sind – und welche Features erst bei einer späteren Professionalisierung relevant werden. Lernt die verschiedenen Shopbereiche (Header, Content-Bereich, Footer) kennen, das Dashboard, die Globalen Einstellungen, die Plugin-Verwaltung u.v.m. Wir führen euch Schritt für Schritt vor, wie ihr euren noch „leeren“ Shop befüllt und euer digitales Schaufenster attraktiv einrichtet. Dabei wechseln wir immer wieder zwischen Back-End und Front-End hin und her, damit ihr die Wirkung der vorgenommenen Einstellungen direkt nachvollziehen könnt.


Webinar:

JTL-Shop mit JTL-Wawi verbinden

Jetzt steigen wir mit euch tief in die Detailarbeit ein. Denn wir wissen natürlich, dass gerade für E-Commerce-Neulinge die Initialisierung des Zusammenspiels von Warenwirtschaft und Onlineshop eine Herausforderung sein kann. Doch lasst euch davon nicht entmutigen! Wir nehmen uns für dieses Thema bewusst viel Zeit und gehen mit euch behutsam alle relevanten Einstellungen durch.

Alle Basics ausführlich erklärt

Wir zeigen euch Klick für Klick, wie ihr euren Onlineshop mit der Warenwirtschaft verbindet und die Daten beider Systeme synchronisiert. Und auch, wie ihr anschließend die Stammdaten eurer Artikel richtig anlegt und sinnvoll kategorisiert, damit sie im Shop wie gewünscht ausgespielt werden. Und was ist eigentlich der Unterschied zwischen Attributen und Merkmalen? Schaut euch den Mitschnitt dieses Webinars an, in dem ihr das optimale Rüstzeug an die Hand bekommt, um mit den für JTL-Shop notwendigen Funktionen in JTL-Wawi auf eigene Faust vertraut zu werden.

Um mit JTL-Wawi und der Anbindung an JTL-Shop grundlegend vertraut zu werden, empfehlen wir euch folgende Hilfsmittel:

  • Schritt-für-Schritt-Anleitungen für den Einstieg in JTL-Wawi:
    JTL-Guide

  • Tauscht eure Fragen mit JTL-Mitarbeitern und anderen Händlern aus:
    JTL-Forum

  • Schritt-für-Schritt Anleitungen im Videoformat:
    Youtube-Kanal

  • Detaillierte Grundlagen zu JTL-Wawi für E-Commerce-Einsteiger:
    Udemy-Kurs

  • E-Learning zu JTL-Wawi & Co. sowie einzelnen Themenbereichen des Onlinehandels:
    JTL-Webinare


Ausblick

In den vergangenen beiden Tagen unserer Quick-Start Academy haben wir euch mit den (rechtlichen) Grundlagen des Onlinehandels vertraut gemacht und euch gezeigt, wie ihr euren eigenen Onlineshop „mit Leben“ füllt. Nachdem die Grundsteine eures eigenen Onlinehandels damit gelegt sind, widmen wir uns an Tag 3 der Frage, mit welchen Arbeitsschritten es weitergeht, wenn die ersten Kundenbestellungen bei euch eintreffen: Lasst euch zeigen, wie die Auftragsabwicklung in JTL-Wawi funktioniert und welche Funktionen ihr dafür kennen müsst. Außerdem wird es darum gehen, wie ihr euren Versand effizient mit zusätzlichen Tools von JTL organisieren und abwickeln könnt.

Die weiteren Webinartage unserer Quick-Start Aademy: